NIU M1 Sport / Pro


Wieder habe ich einen E-Scooter von NIU getestet. Deren neuestes  Model M1 wartete abholbereit bei Zweirad Hanser in Freiburg (ein Pionier der elektr.Mobilität) auf mich.
Bereits im Juni testete ich den grösseren Ableger von NIU-die N1 und war schlicht begeistert.
Im Vorfeld habe ich mich nicht damit beschäftigt was diesmal auf mich warten könnte und wurde direkt überrascht. Nicht vom Design, denn das ist unverkennbar das kleinere Geschwister. Die wesentlich geringere Grösse und der Fakt dass es nur eine Einsitzer ist hat mich überrascht. Dafür wiegt die M1 nur 50kg, also 40 weniger als die N1.

Das macht das kleine Ding unglaublich handlich und wendig. Die Idee sie mal eben in oder auf ein anderes Gefährt als Ergänzung mitzunehmen drängt sich somit sofort auf. Deshalb bin ich davon überzeugt dass sie schon deshalb prädestiniert für solche Einsätze ist.

Grundsätzlich scheinen die Beschleunigungswerte und das gesamte Fahrerlebnis ähnlich wie meine anderen Erfahrungen mit dieser Fahrzeugkategorie:
Lautloses schweben steht im Zentrum der Wahrnehmung

Das Be-und Entladen der Batterie, sofern man darauf angewiesen ist diesen Vorgang ausserhalb vom Parkplatz zu machen sind drei Handgriffe.


Eine Ladung an einer normalen Haushaltssteckdose dauert 5h. Damit kommt man dann wieder locker 60km. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gibt es natürlich die bekannten Widrigkeiten im deutschen Strassensystem. Im Stadtgebiet ist alles wunderbar und ausreichend. Sobald z.B. 70 km/h gefahren werden dürfen wird´s komisch. Ist ein Radweg daneben, benutze ich ihn „regelwidrig“ natürlich lieber, anstatt mich bei diesen Geschwindigkeiten der Bedrängung durch andere Fahrzeuge auszusetzen.

Es wird Zeit dass sich unser hochgeschätztes Verkehrsministerium endlich dieser Konflikte annimmt! Am besten einfach die alberne Geschwindigkeitsbegrenzung dieser Fahrzeugklasse ändern. Denn die können alle locker ca. 40% schneller fahren. Was sie übrigens ausserhalb Deutschlands auch tun….

Obwohl die M1 auf Grund meiner eigenen Mobilitätsgewohnheiten kein Fahrzeug für mich wäre, hat sie das Zeug hohe Verkaufszahlen zu erreichen.

Sämtliche Bedienungselemente erschliessen sich nahezu intuitiv und ich bin erneut überzeugt, dass es absolut sinnlos ist sich ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu kaufen. Das Ding kostet 2.229 Euro und befindet sich somit in einem Segment, das sämtliches hin-und herabwägen aushebeln sollte.

Mein Fazit: ganz einfach – 10 von 10 Punkten!

Autor: Arne Kühn / Power-Vehicles

 

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