Unser Besuch bei Scrooser

Definitiv ein Nischenprodukt. Dementsprechend ist die Resonanz im Verkehr.

Als wir mit dem e-Scooter von Coup zur innerstädtischen Anreise vor dem Gebäude am Kurfürstendamm zum stehen kommen, reiben wir uns zunächst die Augen. Eine vornehme Adresse.
So geht es dann beim Betreten der Geschäftsräume von Scrooser auch weiter. Alles im modernen StartUp-Feeling einer pulsierenden Umgebung. Ein paar Scrooser in unterschiedlichen Ausführungen stehen in den Büroräumen
und erinnern mich an meine erste Reaktion auf dieses Gefährt – was ist das denn? (im positiven Sinne) – und – die sind aber groß.
Hinzu kommt wie so oft – ich will das jetzt fahren und erfahren wie es sich anfühlt.
Vorab gibt es noch einen leckeren Kaffee und entsprechende Fragen, Antworten, etc.
Dann fahren wir mit einem der Modelle im Fahrstuhl hinunter und starten auf dem breiten Gehweg. Zunächst im Stehen, dann im Sitzen, dann ab auf die Straße und einmal eine große Runde für jeden von uns beiden.

Das Fahrerlebnis:

Für uns beide war es ähnlich. Es ist wie XXL-Rollerfahren ohne treten zu müssen. Es gibt aber zusätzlich auch die Möglichkeit, den Scrooser in einem anderen Fahrmodus über einen Tretimpuls zu beschleunigen, der den Elektromotor ansteuert. Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h stellt sich natürlich die Frage nach der Alltagstauglichkeit. Hinzu kommt Helmpflicht, das Verbot in Deutschland Radwege zu benutzen, während der Fahrt stehen zu dürfen (was mir aber am meisten Spaß bereitete), sowie die Frage, wie einem auf so einem Ding begegnet wird, wenn man nicht ganz konform damit unterwegs ist.
Entschleunigung ist zwar in manchen Lebensbereichen ein wertvolles Gut, aber im Verkehr ist für mich Geschwindigkeit manchmal auch mit Begriffen wie Spaß verbunden.
Die fetten, kantigen Reifen sehen zweifelsfrei cool aus und ein Scrooser kann damit sogar ohne Ständer stehen. Sehr gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Kurvenlage. Sind die äußeren Bereiche des Reifens bei Zweirädern fast eckig, wird eine Kurve für Ungeübte zur Herausforderung, da sich der Roller in Schräglage wieder aufrichten möchte. Eine Gruppe Fußgänger war in meinem Fall gut beraten, kurz zu warten bis ich die erste Kurve stark nachkorrigierend gekriegt habe…


Trotz allem macht es Spaß und ist definitiv ein absolut legitimes Gefährt für unterschiedliche Ansprüche. Auch wenn hier und da sicherlich noch Nachbesserungen und Veränderungen erfolgen werden, wünschen wir viel Glück und Erfolg. Es ist immer eine große Leistung solche Dinge nicht nur auf Papier zu bringen, sondern auch umzusetzen.

Emotional vergeben wir gerne 4 von 5 Punkten. Alles andere zu bewerten wäre auch deswegen unfair, weil wir sicherlich nicht die Zielgruppe für dieses Fahrzeug sind.
Well done!

Autoren: Arne Kühn / Iven Manger

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